Neuer Blog über Selbstermächtigung im digitalen Zeitalter

In meinem neuen Blog „DIY-Datenschutz“ möchte ich Menschen durch Anregungen und Anleitungen dazu ermächtigen, die Kontrolle über ihr digitales Leben zurückzugewinnen. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird 🙂

Daten über Tierausbeutung in der Open Street Map

Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Open Street Map Projekt (freie Landkarten / Geodaten) und speziell Daten über Tierausbeutung darin, beispielsweise (Orts-)Daten über Tierhaltungsbetriebe, Zoos, Jagdsport, Schlachthöfe, Geschäfte usw).

Bisher habe ich mir den Ist-Zustand angeschaut und eine interaktive Karte umgesetzt, mit der vorhandene Daten abgefragt werden können: https://utopicode.de/animal-use-map-app/

Da bei den Daten-Beitragenden und Entwickler*innen der Open Street Map das Thema wohl nicht so im Fokus liegt, gibt es einige Lücken und teilweise fehlen noch die Möglichkeiten (bzw. Kategorien), entsprechende Daten einzupflegen.

Auch wenn ich gerade nicht so viele konkreten Anwendungsmöglichkeiten vor Augen habe, halte ich es für wichtig, solche Daten zur freien Verfügung und leicht abrufbar zu haben. Für Recherchen, Bildungsarbeit, usw.

Der nächste Schritt wäre, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass fehlende Daten in das Projekt eingepflegt werden können.

Ein paar offene Fragen / Punkte:

  • Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten gibt es? Wo besteht Bedarf an
    solchen Daten?
  • Welche konkreten Daten werden benötigt, wie sollen Sie strukturiert
    sein (Kategorien)?
  • Welche frei verfügbaren Daten gibt es bereits (z.B. Datenbanken über
    landwirtschfatliche Betriebe), die verwendet/kombiniert werden können?

Wer Interesse an dem Thema hat, und/oder Antworten zu den Fragen hat, darf sich gerne bei mir melden 🙂 Das Thema könnte man auch etwas breiter fassen, also allgemein frei zugängliche Daten und nicht nur
Geodaten / Karten.

Vegane Restaurants mit Smartphone und OsmAnd finden

Ob vegan, vegetarisch, koscher, halāl, glutenfrei oder laktosefrei: Viele Menschen achten aus verschiedensten Gründen etwas genauer darauf, womit sie sich ernähren. Was zu Hause selten ein Problem ist, kann unterwegs allerdings schwieriger sein.

Ich zeige euch, wie ihr mit der Smartphone-App OsmAnd unterwegs auf die Suche nach geeigneter Gastronomie gehen könnt. OsmAnd gibt es für Android- und iPhone-Geräte, wobei ich mangels iPhone leider nur eine Anleitung für die Android-Variante geben kann. Schreibt mir gerne, wenn ihr es mit eurem iPhone hinbekommen habt.

Vorweg: OsmAnd verwendet die freien Kartendaten des wundervollen OpenStreetMap-Projektes, quasi die Wikipedia unter den Landkarten. Die Daten werden von vielen Menschen zusammengetragen und gepflegt, dazu gehören auch sehr praxistaugliche Daten wie die Information, welche Art Speisen in einem Restaurant oder Imbiss angeboten werden. Die Daten sind dabei nicht zwangsläufig vollständig oder korrekt, können aber von allen angepasst werden. Das ist einfacher als man denkt, und macht durchaus Spaß.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Nachdem Ihr OsmAnd installiert habt, müsst Ihr noch (via WLAN) passende Karten für eure Umgebung herunterladen. Das dauert ein wenig und kostet Speicherplatz, dafür spart es Datenvolumen, da unterwegs keine Internetverbindung benötigt wird.

Jetzt könnt Ihr die Suchfunktion nutzen, um passendes Essen zu finden. Wählt dafür den Punkt „Suche“ im Hauptmenü (erreichbar über den Menü-Button am Bildschirmrand unten links), dort den Unterpunkt „Kategorien“ und schließlich die Kategorie „Gastronomie“. Es folgt eine Auflistung von Gastronomie-Betrieben in der Umgebung, die ihr mit der Filterfunktion (Schieberegler-Icon oben rechts) weiter eingrenzen könnt, unter anderem auf vegane Speisen. Nach Anwendung der gewählten Filter werden die passenden Betriebe angezeigt und können schließlich auch auf der Karte angezeigt werden.

Für meinen Wohnort Frankfurt klappt das ganz gut, wie gesagt steht und fällt es mit den von der Community eingepflegten Daten. Wenn dir Fehler auffallen oder du etwas ergänzen möchtest, schau dir doch einfach mal OpenStreetMap an und unterstütze andere bei ihrer Nahrungssuche 🙂 Guten Appetit!

PS: Wie ihr ein Restaurant als vegan markiert, erkläre ich in einem kurzen Video bei YouTube.

WordPress mit neuem Editor

Mit der nächsten großen Version 5.0 des weit verbreiteten Content Management Systems WordPress wird ein neuer Editor zum Erstellen von Blog-Beiträgen und Seiten Einzug halten.

In der aktuellen WordPress Version 4.8 werden Nutzer*innen dazu aufgerufen, diesen neuen Editor mit dem Namen „Gutenberg“ auszuprobieren und Feedback abzugeben.

Mit WordPress 5.0 wird Gutenberg standardmäßig aktiviert sein, es besteht allerdings die Möglichkeit, den bisherigen Editor durch Installation des WordPress-Plugins „Classic Editor“ (vorerst) beizubehalten. Das Plugin kann jetzt schon installiert werden, um auf die Umstellung auf WordPress 5.0 vorbereitet zu sein und aktiv entscheiden zu können, wann die Umstellung auf Gutenberg passieren soll.

Denn was an der Stelle gesagt werden muss: Es wird sich einiges ändern, und einiges gewöhnungsbedürftig für viele Nutzer*innen sein. Ein Grund mehr, sich jetzt schon mit Gutenberg auseinanderzusetzen.

In der WordPress-Community ist ein kleiner Streit darüber entbrannt, ob Gutenberg jetzt eine gute oder schlechte Sache ist. Viele sind mit der Benutzerfreundlichkeit unzufrieden. Andere loben den modernen Ansatz der sogenannten Blöcke, aus denen zukünftig ein Blog-Beitrag oder eine Seite bestehen wird und auf denen Gutenberg aufbaut.

Ich kann beide Seiten verstehen. Gutenberg bringt viele neue teils aufregende Möglichkeiten und könnte der nächste große Schritt von WordPress sein. Die Benutzung ist tatsächlich aber erst einmal gewöhnungsbedürftig und bedarf hier und da der Polierung. Hier wird aber noch einiges passieren und man darf gespannt auf zukünftige Entwicklungen sein. Klare Empfehlung meinerseits: Ausprobieren, damit vertraut werden und über manche noch existierende Unzulänglichkeiten hinwegsehen.

(Geschrieben in Gutenberg)